Veröffentlicht am

Ganzheitlicher Pflanzenschutz beim Biowein-Anbau

Immer mehr Menschen interessieren sich für Bio-Produkte und entscheiden sich für Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung. Entgegen landläufiger Meinung muss natürlich auch beim Biowein-Anbau regelmäßig gegen Pflanzenkrankheiten gespritzt werden. Der Pflanzenschutz muss sogar noch häufiger durchgeführt werden als beim konventionellem Weinbau. Das Beste, was aber einem Winzer passieren kann, ist, dass erst gar keine Krankheiten oder Schädlinge im Weinberg die Überhand bekommen. Deshalb ist ein gutes Gespür des Winzer für gefährliche Wetterlagen und schädliches Mikroklima, bei denen sich Pilzkulturen wohl fühlen, unabdingbar. Eine effektive Vorbeugung mit pflanzenstärkenden Mittel sind beim biologischem Pflanzenschutz sehr wichtig. Zur Umsetzung einer ganzheitlichen Weinbergspflege stehen drei Säulen im Vordergrund. Einmal steht die Hege in Verbindung mit Gehege, Hecke oder also Lebensraum für die Pflanzen. Diesen Lebensraum im Weinberg gilt es zu schützen und zu fördern. Bei der Weinbau-Kultur kann mit einer mannigfaltigen Begrünung und das Einbeziehen von Bäumen und Hecken ein Reichtum für die Pflanzenwelt bieten, der leider bei einer konventionellen Monokultur verloren geht. Als zweite Säule steht die Pflege. Diese setzt da an, wo das Wachsende zu fördern und das Schwache zu kräftigen ist. Der organische Düngung kommen als belebende Elemente in diesem Zusammenhang eine große Bedeutung zu. Aber auch alle im Laufe des Jahres anfallende Arbeiten des Winzers im Weinberg, wie zum Beispiel der Rebschnitt, Bodenbearbeitung und Bearbeitung des Wein-Laubs sind im Sinne der Weinbergs-Pflege zu vorstehn. Die Dritte Säule ist die Heilung, die über die vorbeugende Maßnahmen hinausgehen. Mit gezielten Pflanzenstärkungsmittel und Pflanzenschutzmittel wird versucht, eine Überhand der Schaderreger zu verhindern. Zum einen kann dies durch pflanzliche Hemmstoffe mit fungizider Wirkung geschehen oder der Einsatz von mineralischen Komponenten, wie zum Beispiel Kieselsäure zur Härtung des Blattgewebe. Zur Abwehr von Schädlingen werden repellent wirkende, pflanzliche Duftstoffe eingesetzt oder auch pflanzliche Giftstoffe, wie Phyrethrum oder Quassiaholz. Aber auch der Einsatz und die Einbürgerung von Nützlinge, wie die Raubmilbe oder Schlupfwespen soll gefördert werden.