Die Weinfreunde dürfen sich auf einen fruchtigen und knackigen Jahrgang 2009 einstellen. Die Haupt-Weinlese in der Pfalz ist nun beendet. Auch die späten Weinsorten, wie Riesling und Gewürztraminer sind zum größtem Teil geerntet. Der ungewöhnlich frühe Frost in der letzten Woche hat die Hoffnung auf eine Lese an einem späteren Termin für viele Winzer vereitelt. Die Menge der Traubenernte war zwischen 20 und 25 Prozent weniger als 2008 wegen der nicht allzu günstiger Witterungsverhältnisse im späten Frühjahr. Dafür war das Lesegut sehr gesund, mit reifen Trauben und und hoher Mostgewichte und feiner Tannine. Die Säure zeigte sich beim Jahrgang 2009 sehr moderat, elegant und ausgewogen. Ausschlaggebende Bedingungen für die gute Qualität waren die Witterung, denn wir hatten einen Superherbst mit ganz viel Sonnenschein. Für manchen Winzer war es aber auch eine Spur zu trocken, aber dafür konnten die Trauben ohne Zeitdruck gelesen werden. Die Weinfreunde können sich auf einen 2009er Weißwein mit reifer Fruchtaromatik freuen und die Rotweine werden weich, dank reifer Tannine und feurig durch den Alkohol, der aber nicht stört.
Das Ökowein-Haus Stein hatte am letzten Sonntag Riesling-Trauben per Handlese geerntet. Dank des gutem Lesewetter und der anhaltenden Arbeitsfreude der Helfer wurden auch gleich alle Riesling-Flächen geerntet. Auch in Österreich hatte das Biowein-Gut Sepp Moser am Donnerstag vorige Woche die Weinlese in Rohrendorf mit einer Riesling Beerenauslese abgeschlossen. In Apetlon hängt noch eine Scheurebe TBA draußen. Niki Moser ist von einem recht gutem Potential für den Jahrgang 2009 überzeugt und sehr zufrieden mit den Qualitäten.